Alkohol und Wintersport passt nicht zusammen

Schönstes Wetter, super Pisten, gute Freunde – ein herrlicher Skitag! Man trifft sich an der Schneebar bei einem „Kafi fertig“ oder einem Glühwein.

Alkohol gehört für viele Wintersportler zu einem perfekten Skitag dazu. Vielen sind die Gefahren der Wirkung von Alkohol in diesem Moment oft nicht bewusst.

Alkohol verlangsamt die Wahrnehmung und die Reaktionsfähigkeit. Schon ein Jägertee oder eine Stange Bier können in brenzligen Situationen den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Zudem wird es unter Alkoholeinfluss immer schwieriger die Balance zu halten und sicher auf dem Snowboard oder den Skiern zu stehen – die Koordination und das Gleichgewicht nehmen spürbar ab.

Gerade unter Alkoholeinfluss fühlt man sich gut und neigt zur Selbstüberschätzung. Alkohol macht wagemutig und das eigene Können wird in dieser Situation oft überschätzt; dies ist auf der Piste extrem gefährlich. Nicht nur für die alkoholisierte Person sondern auch für alle anderen Schneesportler auf der Piste.

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Wirksamer Jugendschutz – intelligente Prävention

Wirksamer Jugendschutz beginnt nicht erst beim Alkoholverkaufsverbot an Minderjährige. Er beginnt bereits im Vorschulalter, daheim am Mittagstisch, im Jugendtreff. Wir als Erwachsene müssen Verantwortung übernehmen. Sei es, indem wir Aufklärung leisten, Vorbild sind oder indem wir uns an die rechtlichen Bestimmungen beim Verkauf von Alkohol an Jugendliche halten.

Alkoholtestkäufe sind nicht nur ein wirksames Mittel zur Überprüfung der Jugendschutzbestimmungen, sie dienen auch dazu die Bevölkerung und das Verkaufs- resp. das Servicepersonal zu sensibilisieren. Es geht dabei um die Auseinandersetzung mit der Thematik, dem vor Augenführen von Tatsachen und rechtlichen Bestimmungen.

Der menschliche Körper ist so gebaut, dass er sich bis ungefähr zum 20. Lebensalter entwickelt. Die Leber zum Beispiel ist bei einem 14-Jährigen Mädchen noch nicht voll ausgereift. Somit kann ein Alkoholrausch bei Jugendlichen schnell einmal zu einer Alkoholvergiftung führen.

Nehmen wir unsere Verantwortung unseren Jungen gegenüber also wahr. Wir könnten das nächste Schulschlussfest, die nächste Familienfeier oder die Halloweenparty ganz gut einmal alkoholfrei feiern. Als Erfolg davon sehen wir eine nachhaltige, gesunde und lebensfrohe Entwicklung unserer Kinder.

Karin Leuenberger