Radiomoderator Simon Mosers füllt auf einem weissen Tisch seine time:out-Anmeldung aus

Mosers Time-out

Radiomoderator Simon Mosers füllt auf einem weissen Tisch seine time:out-Anmeldung aus

Moderator Simon Moser hat im März 2020 ein Time-out eingelegt und einen Monat keinen Alkohol getrunken. Regelmässig berichtete er seinen Zuhörerinnen und Zuhörern am Radio, wie es ihm damit ging. Rückblickend fand er das Experiment sehr gelungen und würde es jedem weiterempfehlen.

Es ist der 27. Februar 2020. Entschlossen unterschreibt Radio Energy Bern-Moderator Simon Moser seinen Anmeldetalon für die Aktion time:out classic vom Blauen Kreuz. Ihm steht ein ganzer Monat ohne Alkohol bevor. Dafür hat er sich mit seinem Konsum und dem Thema Alkohol auseinandergesetzt und Alternativen überlegt.

Zur Unterstützung für sein Alkohol-Time-out motivierte er seine Zuhörerinnen und Zuhörer, ebenfalls mitzumachen und einen Monat lang keinen Alkohol zu trinken. Die Aktion stiess auf grosses Interesse, so dass sich Moser Dutzende Leute anschlossen und ihm Mut zusprachen.

Leider begann in dieser Zeit auch die Coronakrise, wodurch alle YB-Matches und sonstigen Veranstaltungen abgesagt wurden. Die Krise verschonte Moser, ein grosser Fussball-Fan und gelegentlicher DJ an Partys, vor zwei Gelegenheiten, wo üblicherweise viel Alkohol getrunken wird. Das habe ihm sein Time-out etwas vereinfacht, meint er. Stattdessen beschränkte sich Mosers Time-out auf das wohlverdiente Feierabend-Bier oder die Flasche Wein zum Family-Essen. Er findet es aber fragwürdig, dass in vielen Situationen ein so grosser gesellschaftlicher Druck herrscht, mitzutrinken.

Rückblickend meint Moser, dass ihm der Einstieg in seinen alkoholfreien Monat einfach gefallen ist. Vermutlich half ihm dabei seine gute Vorbereitung. Bereits nach wenigen Tagen habe er gemerkt, dass sich sein Schlaf deutlich verbessert hat. Er gelangte schneller und häufiger in Tiefschlafphasen und fühlte sich am Tag erholter. Ihm hat das Experiment gefallen und er würde es jedem weiterempfehlen.

Die Aktion time:out classic findet jedes Jahr in der Fastenzeit vor Ostern statt. Sie fördert die Auseinandersetzung mit dem eigenen Konsum und motiviert Menschen jeden Alters, eine Zeit lang mit etwas zu pausieren. Zum Beispiel eine Woche kein Smartphone benutzen, während 40 Tagen eine social Media App zu deaktivieren, einen Monat kein Fleisch zu essen, usw. Mehr Informationen unter www.timeoutschweiz.ch.

Dry January timeout new year - Alkoholpause im Januar

Dry January – Alkoholpause im Januar

Eine einmonatige Auszeit von Alkohol verbessert nachweislich die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden. Damit ist sie der ideale Vorsatz fürs neue Jahr. Mit «time:out new year» kann jetzt auch in der Schweiz am Dry January teilgenommen werden.

Die Festtage rund um Weihnachten und Neujahr stehen vor der Tür. In dieser Zeit treffen sich Familien zu einem guten Essen, in der Firma oder im Verein wird auf das Jahresende angestossen und an Silvester lässt man es noch einmal so richtig krachen. Eines haben diese Anlässe gemeinsam: Alkohol spielt dabei eine grosse Rolle und manchmal werden auch ein paar Gläser zu viel getrunken.

Grund genug, im Januar eine Pause davon einzulegen und gesund ins neue Jahr zu starten. Ein «Dry January» schont nicht nur das Portemonnaie, er ist auch der ideale und machbare Vorsatz fürs neue Jahr. Es ist erstaunlich wie befreiend es wirkt, einfach mal etwas wegzulassen und zu merken, dass man ein selbstgestecktes Ziel erreichen kann.

Frau fängt Glitzer ein. Dry January timeout new year Alkoholpause

Und so klappt die Herausforderung: Man sollte seinen Versuch offiziell machen, sich dazu committen und seinem Umfeld davon erzählen. Vorsätze, die alleine und im stillen Kämmerlein gefasst werden, drohen sich zu verflüchtigen und schlussendlich zu scheitern. Das kann ganz schön demotivieren. Abhilfe schafft eine Anmeldung bei time:out new year vom Blauen Kreuz unter timeoutschweiz.ch/teilnehmen.

Man könnte meinen, dass eine begrenzte Alkoholabstinenz nichts bringt und der Konsum ab Februar einfach nachgeholt wird. Eine Studie1 der University of Sussex beweist jedoch das Gegenteil. Sie untersuchte die Auswirkungen eines «Dry January» und stellte fest, wer im Januar bewusst eine Alkoholpause einlegte, im August durchschnittlich an einem Tag pro Woche weniger Alkohol konsumierte. 7/10 gaben ausserdem an, dass sie besser schlafen und 3/5 nahmen sogar ab.

1 = http://www.sussex.ac.uk/broadcast/read/47131
Bild im Header = Fuu J auf Unsplash

Zwei gefüllte Gläser mit Bier, bereit für die Degustation

Jugendschützer veranstalten Bier-Challenge

Für einmal waren wir selbst hinter der Bartheke und schenkten Bier aus. Am diesjährigen Bar+Pubfestival in Oberlangenegg (BE) boten wir eine Bier-Challenge an. Besucherinnen und Besucher konnten versuchen, den Unterschied zwischen alkoholfreiem und herkömmlichem Bier herauszuschmecken.

Was bewegte uns dazu?
Alkoholfreies Bier wird immer populärer und gewinnt damit an Bedeutung. Wir beobachten, dass Bierbrauer neue alkoholfreie Spezialbiere erfinden (z. B. Feldschlösschen Weizenfrisch oder Schützengarten Grapefruit). Der Absatz von alkoholfreiem Bier bei der Feldschlösschen AG hat im Jahr 2017 um 3,2% zugenommen (SRF-Beitrag). Diese Entwicklung passt zum steigenden Gesundheits- und Risikobewusstsein der Gesellschaft. Feldschlösschen selbst meint dazu: «Der Trend zum gesunden und aktiven Lebensstil wirkt sich positiv aus». So wird das alkoholfreie Bier zu einer echten Alternative und kann dabei helfen, den Alkoholkonsum zu senken.

Leider haben jedoch viele Konsumentinnen und Konsumenten grosse Vorbehalte. Häufig wird das alkoholfreie Bier abgestempelt als «kein richtiges Bier» und als grösstes Manko wird meist der Geschmack genannt. Am Sportanlass oder beim Festbetrieb wird deshalb immer noch relativ selten ein Alkoholfreies bestellt. Wir haben deshalb nach Möglichkeiten gesucht, wie wir dem entgegenwirken können und dabei entstand die Idee einer Bier-Challenge.

So funktionierte unsere Bier-Challenge
Bei unserer Bier-Challenge erhalten die Teilnehmenden zwei durchsichtige Degustationsbecher. Einer ist gefüllt mit alkoholfreiem, der andere mit herkömmlichem Bier. Die Aufgabe besteht nun darin, herauszufinden, welches Bier in welchem Becher ist. Durchgeführt haben wir die Challenge am letzten Abend des diesjährigen Bar+Pubfestival in Oberlangenegg (31. August 2019). Diese Veranstaltung wird bereits seit Jahren vom örtlichen Eishockey-Verein (EHC Oberlangenegg) organisiert und lockt immer wieder zahlreiche ausgeh- und konsumfreudige Besucherinnen und Besucher an. Als Fachstelle für Suchtprävention sind wir in Oberlangenegg jeweils mit «be my angel tonight» vertreten – einem Präventionsangebot für Fahrzeuglenkende. An dieses Konzept konnten wir mit unserer Bier-Challenge anknüpfen.

Zwei Bierflaschen und zwei gefüllte Gläser, bereit zur Degustation

Fazit
Das Bar+Pubfestival war an diesem Abend sehr gut besucht. Die laute Musik und das begrenzte Platzangebot machten es jedoch etwas schwierig, an die Leute zu gelangen. Insgesamt konnten wir 30 Personen für die Challenge begeistern. Im Schnitt waren die Teilnehmenden etwas über 21 Jahre alt. 25 Leuten gelang es, die Biere richtig zuzuordnen. Die restlichen 5 tippten falsch. Etwas mehr als ein Viertel gab an, dass sie alkoholfreies Bier mehr mögen als das herkömmliche.

Die erste Durchführung unserer Bier-Challenge war ein guter Testlauf, auch wenn wir noch nicht die grosse Masse erreichen konnten. Durch solche Aktionen entstehen immer wieder gute Gespräche und man spürt den Puls der Zeit. Wir planen, das Angebot zukünftig weiterzuentwickeln und in neuen Formen anzubieten. Auch weiterhin möchten wir uns für alkoholfreies Bier als gute Alternative einsetzen.