Wieso Jugendschutz?

Alkohol und Tabak sind nicht nur Genussmittel, sondern auch Rausch- und Suchtmittel. Im Wachstum reagiert der Körper besonders sensibel auf Alkohol und Tabak. Regelmässiger sowie übermässiger Konsum verändert das jugendliche Gehirn nachhaltig und negativ. Zudem vergrössert sich bei einem frühen Konsum das Risiko einer späteren Suchtentwicklung.

Mittels Suchtprävention versucht man, das Auftreten, die Verbreitung und negativen Auswirkungen von Risikoverhalten und Abhängigkeiten zu verhindern oder zu vermindern. Dazu gibt es zwei Ansätze:

  • Personenorientierte bzw. Verhaltensprävention: Massnahmen, die das Ziel haben, das Verhalten des einzelnen Menschen zu beeinflussen und dessen Handlungskompetenz zu erhöhen.
    Information und Aufklärung, Beratung, Früherkennung und Frühintervention
  • Strukturorientierte bzw. Verhältnisprävention: Massnahmen, welche die Rahmenbedingungen verändern (Gesellschaft, Politik, Gesetzgebung und Gemeinwesen), in welchen Menschen leben.
    Verbote und Regelungen, Zugangsbeschränkungen, Werbebeschränkungen und Preispolitik

Beide Ansätze sind notwendig und dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Jugendschutzmassnahmen gehören zu den verhältnispräventiven Ansätzen. Diese sind erwiesenermassen wirksam, führen zu einem späteren Konsumbeginn, geringerer Konsummenge und einem verminderten Risiko für eine spätere Abhängigkeit. Jugendschutzmassnahmen können aber nur umgesetzt werden, wenn die gesellschaftliche Akzeptanz dazu vorhanden ist.

Weiterführende Literatur:

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